Mitgliederinfo Dezember 2020

In eigener Sache

Sehr geehrte Damen und Herren in den Verbänden,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Pandemie und ihre Auswirkungen betreffen uns alle und schränken uns ein. Dies wird auch noch einige Zeit so bleiben.

Gerade deshalb ist es uns wichtig, mit Ihnen in Kontakt zu bleiben.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien eine besinnliche Adventszeit. Bleiben Sie gesund!

 

Der Vorstand

Mitgliederinfo Dezember 2020

Verlängerung der Lockdown-Regelungen der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) informiert

Damit den anhaltend hohen COVID-19-Infektionszahlen begegnet wird, hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) heute beschlossen, die Sonderregelung zur telefonischen Krankschreibung bis zum 31.03.2021 zu verlängern. Ziel der Regelung ist es, durch die Reduzierung direkter Arzt-Patienten-Kontakte das potenzielle Infektionsrisiko zu senken und die Arztpraxen zu entlasten.

 

Nr. 66 / 2020 Seite 1 von 2 Stabsabteilung Öffentlichkeits-arbeit und Kommunikationen

Veranlasste Leistungen

 

Mitgliederinfo Dezember 2020

Deutsches Institut für Menschenrechte

 zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen am 3. 12. Für mehr digitale Barrierefreiheit sorgen   Berlin – Anlässlich des Internationalen Tags der Menschen mit Behinderungen fordert das Deutsche Institut für Menschenrechte die Bundesregierung auf, für mehr Barrierefreiheit von elektronischen Geräten sowie digitalen Produkten und Dienstleistungen zu sorgen. Dabei müssen auch private Unternehmen in die Pflicht genommen werden.   „Viele digitale Angebote sind nicht barrierefrei und können deshalb von Menschen mit Behinderungen nicht genutzt werden. Eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist aber nur möglich, wenn digitale Alltagsprodukte wie der Onlinehandel, elektronische Kommunikation, Selbstbedienungsterminals, Bankdienstleistungen oder digitale Angebote im Fernverkehr barrierefrei zugänglich sind“, erklärte Leander Palleit, Leiter der Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention des Instituts. Die Bundesregierung solle deshalb noch in dieser Legislatur den sogenannten European Accessibility Act in nationales Recht umsetzen und bestehende Handlungsspielräume im Interesse einer umfassenden Barrierefreiheit konsequent nutzen. „Damit sichergestellt ist, dass es dadurch tatsächlich zu Verbesserungen kommt, sollten Menschen mit Behinderungen sowohl im laufenden Gesetzgebungsverfahren als auch bei der technischen Umsetzung beteiligt werden“, so Palleit weiter. Die Verbesserung der Barrierefreiheit führe zu mehr Inklusion, auch die Anbieter barrierefreier digitaler Produkte profitierten von zufriedenen Kunden.   Ziel des European Accessibility Act (EU-Richtlinie 2019/882) ist es, die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu fördern und europaweite Mindeststandards zu etablieren. Erstmals sollen auch private Unternehmen zur Umsetzung von Barrierefreiheit verpflichtet werden. Bis Ende Juni 2022 muss die EU-Richtlinie in nationales Recht umgesetzt werden, bis 2025 müssen die digitalen Produkte und Dienstleistungen dann barrierefrei sein. Weitere Informationen www.institut-fuer-menschenrechte.de/aktuelles/detail/35-verbaendekonsultation-zur-umsetzung-des-european-accessibility-act

Mitgliederinfo Dezember 2020

Inklusion von Menschen mit Behinderungen und digitale Bildung

Die Covid-19-Pandemie hat die Bedeutung der Digitalisierung für die Bildung besonders deutlich gemacht. Daher ist es wichtig, dass alle Menschen die Möglichkeiten der neuen Methoden und Techniken nutzen können – auch wenn sie geistig oder körperlich eingeschränkt sind.

 Vor diesem Hintergrund bündelt eine neue Übersicht des Deutschen Bildungsservers nun die online verfügbaren Informationen zu Inklusion und digitaler Bildung. Anlass ist zudem, dass die Vereinten Nationen am 3. Dezember jedes Jahr an die Rechte von Menschen mit Behinderungen erinnern.

Einen Schwerpunkt der neuen Übersicht bilden Initiativen, die sich mit dem Thema befassen. So wird zum Beispiel das entsprechende Informationsangebot der Aktion Mensch vorgestellt. Dort kann man unter anderem nachlesen, wie Tablets und Apps Kinder mit Behinderungen beim Lernen unterstützen können. Die Zusammenstellung des Deutschen Bildungsservers verlinkt zudem auf die Förderrichtlinie „Inklusion durch digitale Medien in der beruflichen Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie auf die Informationsstelle Open Educational Resources (OERinfo). Diese zeigt beispielsweise auf, wie offene und lizenzfreie Bildungsmedien für inklusiven Unterricht genutzt und an individuelle Bedarfe angepasst werden können.

Die Informationssammlung des Deutschen Bildungsservers geht auch auf viele Forschungsarbeiten und Studien zur digitalen Teilhabe ein. So hat etwa das Meinungsforschungsinstitut forsa Lehrkräfte nach ihren Einstellungen zur Inklusion und ihren diesbezüglichen Erfahrungen befragt. In einem anderen Projekt entwickeln die Universitäten Duisburg-Essen und Siegen gemeinsam mit Lehrkräften und Studierenden digitale Lernumgebungen für einen inklusiven Unterricht. Die Übersicht verweist außerdem auf die rechtlichen Grundlagen zur Inklusion und auf Beispiele, wie Hochschulen im europäischen Ausland den Zugang behinderter Menschen sicherstellen. Nicht zuletzt erfahren Interessierte, worauf es in der Weiterbildung ankommt, um E-Learning barrierefrei umzusetzen.

Hier finden Sie die Übersicht „Inklusion und digitale Bildung. Synergien von digitaler Bildung und Inklusion behinderter Menschen“ des Deutschen Bildungsservers.


Die Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Menschen mit Behinderungen

Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation hat kürzlich zwei neue Publikationen veröffentlicht:

Teilhabeverfahrensbericht 2019

Der Bericht beinhaltet Informationen zu Eckdaten bzgl. der Bewilligung von Teilhabeleistungen, aufgeschlüsselt nach verschiedenen Trägern. Damit eröffnet der Teilhabeverfahrensbericht die Möglichkeit einer besseren Förderung und Steue­rung der Zusammenarbeit der Träger. Für alle im Feld der Rehabilitation tätigen Behörden kann er auch ein Instrument sein, das eigene Handeln zu beleuchten.

Arbeitshilfe - Rehabilitation und Teilhabe psychisch erkrankter und beeinträchtigter Menschen

Das Thema „Psychische Erkrankungen“ ist aktueller denn je: Der 2019 veröffentlichte DAK-Psychoreport zeigt, dass in Deutschland im Jahr 2018 jede*r 18. Arbeitnehmer*in wegen einer psychischen Erkrankung im Job fehlte. Ausgehend von den Daten der DAK-Gesundheit waren damit hochgerechnet 2,2 Millionen Menschen betroffen. Daher hat die BAR e.V. die o.g. Arbeitshilfe herausgebracht, die folgenden Ziele beinhaltet:

 

- diagnoseübergreifende Aspekte und beispielhaft ausgewählte Krankheitsformen,

- allgemeine Grundsätze für Leistungen zu Rehabilitation und Teilhabe,

- spezielle Aspekte der Rehabilitation von psychisch erkrankten und beeinträchtigten Menschen, spezifische Rehabilitationsziele und deren Umsetzung,

- Angebote der Rehabilitation und Aspekte nachgehender Hilfen sowie der Rehabilitationsnachsorge,

-Informations- und Beratungsangebote sowie weitere Unterstützungsmöglichkeiten,

-ausgewählte Tipps zu vertiefender Literatur und verschiedenen Leitlinien sowie Adressen und Links zu ausgewählten Institutionen und Verbänden.

Beide und weitere Publikationen können Sie unter https://www.bar-frankfurt.de/service/publikationen.html abrufen.




Infos aus den Verbänden Dezember 2020

Aus den Verbänden

BAG Selbsthilfe

Pressemitteilung: Die BAG SELBSTHILFE begrüßt den Vorstoß die Ausgleichsabgabe für Unternehmen künftig zu erhöhen

Die BAG SELBSTHILFE begrüßt den Vorstoß von Bundesminister für Arbeit und Soziales Hubertus Heil, die Ausgleichsabgabe für Unternehmen künftig zu erhöhen.

Düsseldorf, 04.12.2020. Auf der Veranstaltung des Deutschen Behindertenrates (DBR) zum Welttag der Menschen mit Behinderungen am 3.12.2020 kündigte Bundesminister für Arbeit und Soziales Hubertus Heil an, die Ausgleichsabgabe für jene Unternehmen deutlich zu erhöhen, die keine schwerbehinderten Menschen beschäftigen.

Die BAG SELBSTHILFE begrüßt das Vorhaben des Bundesministers ausdrücklich. Die scheidende Vorsitzende des DBR-Sprecherrats und Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland Verena Bentele sagte dazu: „Rund 43.000 Arbeitgeber*innen beschäftigen keinen einzigen schwerbehinderten Menschen, obwohl sie dazu gesetzlich verpflichtet wären. Es darf nicht sein, dass sich Unternehmen aus der Verantwortung stehlen und sich freikaufen, anstatt Menschen mit Behinderung einzustellen“.

Eine der wichtigsten Säulen des Schwerbehindertenrechts sei, so Hubertus Heil, die Beschäftigungspflicht für Unternehmen. Es gebe jedoch nach wie vor Unternehmen, "die sich wegducken vor ihrer Verantwortung oder die Potenziale von Menschen mit Behinderungen für ihr Unternehmen noch nicht erkannt haben."

Menschen mit Behinderung finden schwerer eine Arbeitsstelle als Menschen ohne Behinderung. Einmal arbeitslos geworden, dauern die Arbeitssuche oder das Vermitteln in eine neue Stelle deutlich länger. Hinsichtlich der Corona-Pandemie sieht die BAG SELBSTHILFE sieht die Gefahr, dass sich die Situation zusätzlich verschlechtert und die Zahl der Menschen mit Behinderung ohne Arbeit weiter ansteigen wird.

„Die Appelle der Politik an die Unternehmen haben leider nicht viel bewirkt. Die im DBR zusammenarbeitenden Verbände werden die Umsetzung dieses überfälligen Schritts genau im Blick behalten“, kündigt Hannelore Loskill, Vorstandsvorsitzende der BAG SELBSTHILFE und künftig amtierende Vorsitzende des DBR-Sprecherrats, an.

Die Verantwortung für das DBR-Sekretariat wurde mit der Welttagsveranstaltung an die BAG SELBSTHILFE übergeben. Sie wird bis zum 3. Dezember 2021 die Arbeit des Aktionsbündnisses Deutscher Behindertenrat koordinieren.

 

 

BAG Selbsthilfe

zu Covid-19-Impfungen

im Zusammenhang mit der Schutzimpfungs-Verordnung möchten wir Sie darauf hinweisen, dass offenbar die noch ausstehende Empfehlung der Stiko gegenüber den Ländern zur Anhörung versandt wurde. Eine gute Zusammenfassung zur Impfpriorität der Bevölkerung (Tabelle 2) finden Sie unter folgendem Link:

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/119116/STIKO-Impfempfehlungen-liegen-vor-Medizinisches-Personal-wird-nicht-gleichermassen-priorisiert#group-3

Leider sind Menschen mit Vorerkrankungen unter 80 Jahren und auch pflegende Angehörige danach nicht unter den Ersten, die geimpft werden sollen. Wir werden uns auch dazu in unserer Stellungnahme zur Verordnung äußern und eine entsprechende Hochstufung wegen der hohen Vulnerabilität dieser Gruppen fordern.

Impfstrategie zu Covid-19: BAG SELBSTHILFE fordert Überarbeitung der Empfehlungen

Die BAG SELBSTHILFE hält es nicht für ethisch vertretbar, dass Menschen mit schweren Vorerkrankungen erst in dritter Linie geimpft werden sollen- trotzdem sie auch nach Auffassung der Ständigen Impfkommission teilweise ein extrem hohes Risiko für einen schweren Verlauf haben. Sie fordert eine höhere Priorisierung von Menschen mit Vorerkrankungen bei der anstehenden Impfstrategie. Darüber hinaus muss auch die Barrierefreiheit der Impfzentren gesichert werden, damit auch Menschen mit Behinderungen geimpft werden können.

Düsseldorf 10.12.2020. Seit Monaten schränken sich Menschen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen ein, um das Risiko zu verringern, sich mit dem Coronavirus zu infizieren. Denn sie haben in vielen Fällen ein deutlich erhöhtes Risiko, wegen einer Covid- 19 Erkrankung ins Krankenhaus eingewiesen zu werden und sogar daran zu versterben.

„Es darf nicht sein, dass Menschen mit schweren chronischen Erkrankungen oder Behinderungen erst an dritter Stelle für eine Impfung stehen. Sie gehören zu den vulnerabelsten Gruppen; dies hat nicht nur die Leopoldina, sondern auch die Ständige Impfkommission anerkannt, als in ihrer Empfehlung darauf verwies, dass Menschen mit Trisomie 21 und Organtransplantation ein Risiko für einen schweren Verlauf haben, der mit Menschen in den hohen Altersgruppen vergleichbar ist.“ mahnt Dr. Martin Danner, Bundesgeschäftsführer der BAG SELBSTHILFE. Auch die Impfpriorität von pflegenden Angehörigen sei noch nicht genügend erkannt worden. „Sie stellen den größten Pflegedienst der Nation dar, rund 70 Prozent der Pflegebedürftigen werden zu Hause gepflegt. Fallen sie aus, so bleiben die Betroffenen unter Umständen unversorgt“ so Danner.

Deshalb fordert die BAG SELBSTHILFE die Bundesregierung dazu auf, Menschen mit chronischen Erkrankungen, Behinderungen und pflegenden Angehörigen eine hohe Priorität bei der Impfung gegen Covid-19 einzuräumen. Darüber hinaus muss aber auch die Barrierefreiheit der Impfzentren und der Terminvereinbarung sichergestellt sein, damit Menschen mit Behinderungen die gleiche Chance auf den Zugang zu einer Impfung haben.

 


Aktion Mensch

 

Trendstudie der Aktion Mensch zeigt:

Keine soziale Teilhabe ohne digitale Teilhabe

• Aktion Mensch weist auf Dringlichkeit bei digitaler Inklusion von

Menschen mit Behinderung hin

• Digitale Barrierefreiheit und gesellschaftliches Umdenken sind

Voraussetzung für gleichberechtigte Partizipation

Bonn (24. November 2020) Die Corona-Pandemie zeigt, dass soziale und digitale Teilhabe zunehmend miteinander verschmelzen: Nur wer Zugang zu Technologie hat und damit auch umzugehen weiß, kann an gesellschaftlichen Prozessen teilnehmen. Für Menschen mit Behinderung kann das zu einer stärkeren Ausgrenzung fuhren. Davor warnt die Aktion Mensch auf Basis ihrer Trendstudie zu digitaler Teilhabe, fur die in Zusammenarbeit mit dem SINUS Institut Expert*innen aus Wissenschaft und

Politik sowie Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen befragt wurden. Gleichzeitig birgt die Digitalisierung jedoch auch große Potenziale für das Thema Inklusion.

Gleichberechtigte Teilhabe: Corona fordert und hemmt zugleich

Durch die zunehmende Relevanz (neuer) digitaler Formate und die beschleunigte Technologisierung in der Krise haben Menschen mit Behinderung grundsätzlich mehr Möglichkeiten zur Partizipation. Das gilt auf dem Arbeitsmarkt und im Bildungswesen ebenso wie in ihrer Freizeit:

• Digitale Lösungen ermöglichen flexibles und ortsungebundenes Arbeiten und Lernen; auch für Menschen, die weniger mobil sind.

Unterstützend wirken assistive Technologien wie Sprachcomputer oder Screen Reader.

• Digitale Medien und Plattformen wie YouTube oder Instagram

fordern Vernetzung und Engagement sowie Sichtbarkeit und Positionierung – und stärken so die Selbstvertretung von Menschen mit Behinderung in der Öffentlichkeit.

• Technologiebasierte Assistenztools – etwa digitale Haushaltshilfen, Notfallsysteme oder Erinnerungs-Apps – schaffen für viele Menschen mit Behinderung eine größere

persönliche Unabhängigkeit.

Neben den Chancen der Digitalisierung zeigt die Studie auch Risiken auf, die

dazu führen können, dass Menschen mit Behinderung vom technologischen

Fortschritt ausgeschlossen werden:

• Technik kann Barrierefreiheit gewährleisten, aber auch neue Barrieren entstehen lassen – etwa, wenn bei der Entwicklung von Tools oder Programmen die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung nicht berücksichtigt werden. Derzeit fehlt es jedoch

noch häufig an Wissen über digitale Barrierefreiheit.

• Auch die Faktoren Zugang und Kosten spielen eine große Rolle:

So scheuen viele Unternehmen etwa eine Investition in die Einrichtung barrierefreier Arbeitsplätze und die entsprechende technische Ausstattung.

• Menschen mit einer Sinnes- oder Mobilitätseinschränkung wird eine größere Chance an digitaler Teilhabe zugeschrieben als Menschen mit einer Lernbehinderung. Viele Befragte äußern daher ihre Besorgnis um eine Spaltung zwischen Menschen unterschiedlicher Behinderungen. Von zentraler Bedeutung ist hier eine Qualifizierung im Umgang mit digitalen Anwendungen.

„Die Corona-Pandemie hat auf die Digitalisierungsprozesse in der

Gesellschaft wie ein Brennglas gewirkt: Die Chancen verstärken sich, aber

auch die Risiken“, sagt Silke Borgstedt, Director Research & Consulting bei

der SINUS Markt- und Sozialforschung.

Digitale Barrierefreiheit und gesellschaftliches Umdenken sind unerlässlich

Besonders in Zeiten wie diesen wird deutlich: Digitale Teilhabe ist die Basis

einer modernen und zukunftsfähigen Gesellschaft. „Unsere Studie zeigt, dass

eine chancengerechte Teilhabe aller nur dann möglich ist, wenn digitale

Barrierefreiheit konsequent durchgesetzt wird“, so Christina Marx, Leiterin

der Aufklarung bei der Aktion Mensch. „Das gilt für die Optimierung

bestehender und die Entwicklung neuer Anwendungen ebenso wie

hinsichtlich der Vermittlung von Wissen und Kompetenz“.

Als größte private Förderorganisation im sozialen Bereich in Deutschland setzt

die Aktion Mensch genau hier an. Sie unterstützt gemeinnützige

Organisationen bei der Anschaffung von Hardware sowie bei der

Finanzierung von Bildungs- und Qualifzierungsmaßnahmen – und befähigt so

eine gleichberechtigte Partizipation von Menschen mit Behinderung am digitalen Fortschritt.

Zum Studiendesign

Die Studie verbindet eine Analyse aktueller Digitaltrends mit den

Einschätzungen von zwölf Expert*innen aus Wissenschaft und Politik sowie

43 Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen entlang der

Lebensbereiche Arbeit, Bildung, Freizeit und Wohnen. Die Interviews wurden

im Herbst 2019 geführt.

Ein Download der detaillierten Studienergebnisse ist möglich

unter:www.aktion-mensch.de/studie-digitale-teilhabe