Patientenrechte

Rechte der Patienten stärken

Wer gut informiert ist und seine Rechte als Patient kennt, fühlt sich sicherer im Umgang mit seinem Arzt, dem Facharzt, den Kliniken, den Krankenkassen und Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation.

 

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Im Zusammenhang mit einer medizinischen Behandlung werden Patienten häufig mit wichtigen Entscheidungen konfrontiert. Ihre Einwilligung in die jeweilige Maßnahme ist Grundlage jeder ärztlichen Behandlung. Daher ist eine gute Kommunikation zwischen Arzt und Patient von hoher Bedeutung. Klärt der Arzt unzureichend oder ausreichend über Behandlungsrisiken oder Alternativen auf? Ist die Abrechnung in Ordnung? Verweigert die Krankenkasse Leistungen oder bietet eine Arztpraxis ihre Extras nur gegen Bares an? In solchen Fällen müssen Patienten und Versicherte oft um die Durchsetzung ihrer Ansprüche kämpfen. Voraussetzung dafür ist die Kenntnis ihrer Rechte.. Obwohl die Rechte der Patienten heute schon im deutschen Recht verankert sind, sind sie auf unterschiedliche Gesetze verteilt. Die unterschiedlichen Rechtsansprüche von Patienten sind von dem juristischen Laien kaum zu überblicken. Die schwarz-gelbe Koalition hat das sogenannte Patientenrechte-Gesetz beschlossen.

Mit diesem Gesetz sollen die Patienten besser informiert und in ihren Rechten gestärkt werden. Es hat zum Ziel, die bereits geltenden Rechte der Patienten in einem einheitlichen Gesetz zu bündeln. Das Gesetz verbessert die Möglichkeit der Patienten, nach Behandlungsfehlern Schadensersatzforderungen durchzusetzen. So werden Mediziner ausdrücklich verpflichtet, Patienten verständlich und umfassend über Diagnosen, Therapien und Risiken aufzuklären. Sie müssen dabei auch über alle Kosten informieren, die bei der Behandlung entstehen.

  • Recht auf Information
  • Recht auf qualifizierte Behandlung
  • Rechte im Schadensfall
  • Selbstbestimmung am Ende des Lebens
  • Rehabilitation

 

Bundesministerium für Gesundheit informiert und selbstbestimmt

 

Ratgeber für Patientenrechte : https://www.bundesregierung.de/breg-de/service/publikationen/ratgeber-fuer-patientenrechte-726462

Patienten-vertretung Patienten-beteiligung

Patientenbeteiligung

Ausschüsse der Ärzte und Krankenkassen

Seit dem 1. Januar 2004 gibt es mit Einführung der letzten Gesundheitsreform auch etwas Positives. Die Rechte der Patienten wurden gestärkt. So legt § 140 f, SGB V fest, dass Vertreter der Patientinnen und Patienten und der Selbsthilfe chronisch kranker und behinderter Menschen in den gemeinsamen Ausschüssen der Ärzte und Krankenkassen zu beteiligen sind. Das betrifft sowohl die Bundesebene als auch die Landesebene. Die Beteiligung besteht in einem Mitberatungsrecht.

 

 

 

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Selbstverständlich können die Patientenvertreter nicht alles durchsetzen, was im Interesse der Patienten wäre, denn  sie haben kein Stimmrecht , aber sie beraten die anstehenden Themen mit und können so die Sicht der Betroffenen einbringen. Auf Landesebene gilt die Patientenbeteiligung für den Landes-, den Zulassungs- und den Berufungsausschuss.

 

Welche Aufgaben haben die Ausschüsse?

Der Landesausschuss legt die Bedarfspläne zur Sicherstellung der vertragsärztlichen Versorgung für jede Arztgruppe fest. Er stellt fest, ob eine Über- oder Unterversorgung vorhanden ist. Im Fall einer Überversorgung beschließt er Zulassungsbeschränkungen.

Der Zulassungsausschuss entscheidet über die Zulassung oder Entziehung der Zulassung von Vertragsärzten bzw. Psychotherapeuten. Ferner entscheidet er über Sonderzulassungen, die über den Bedarfsplan hinausgehen sowie über die Zulassung von Ärzten in Kliniken, die an der Ambulanten Versorgung teilnehmen wollen (Ermächtigungen).

Der Berufungsausschuss entscheidet über Widersprüche gegen Entscheidungen des Zulassungsausschusses. Sowohl im Zulassungs- als auch im Berufungsausschuss haben die Patientenvertreter nur in den Fällen ein Mitberatungsrecht, wo es um die ausnahmsweise Besetzung zusätzlicher Vertragsarztsitze oder um die Ermächtigung von Ärzten oder ärztlich geleiteten Einrichtungen geht. Bei den üblichen Zulassungen dürfen sie nicht mitreden.

 

Wer kann als Patientenvertreter mitwirken?

Die Rechtsverordnung zu § 140 g legt fest, dass die Organisationen, die im Deutschen Behindertenrat zusammengeschlossen sind (also im Prinzip alle Bundesverbände der Selbsthilfe behinderter und chronisch kranker Menschen, von den Mitgliedsverbänden der BAG SELBSTHILFE über den Sozialverband Deutschland und den Sozialverband VdK bis hin zum Allgemeinen Behindertenverband in Deutschland und zur ISL) sowie die Beraterverbände Deutsche Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen, BAG Patient/-innenstellen und Verbraucherzentrale Bundesverband, Patientenvertreter in die gemeinsamen Ausschüsse der Ärzte und Krankenkassen entsenden können.

 

Koordination der Patientenbeteiligung in Hessen

 

LAGH Selbsthilfe e.V.